Lingualevel
Lingualevel

Welche Hintergründe hat das Projekt lingualevel?

Das lingualevel-Projekt wurde von den Deutschschweizer Kantonen und von Liechtenstein lanciert und unterstützt. Planung und Entwicklung leistete ein Team des Lern- und Forschungszentrums Fremdsprachen der Universität Freiburg/Fribourg. Zwischen 2002 und 2005 wurden in Zusammenarbeit mit ca. 200 Unterrichtenden und deren Klassen Tests und Beurteilungsinstrumente für den Französisch und Englischunterricht entwickelt und erprobt. Diese Instrumente können zwischen der 5. und der 9. Klasse eingesetzt werden. Dazu kommen Instrumente und Materialien für die Beurteilerschulung, die in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden können.

Der wissenschaftliche Hintergrund des Projektes wird untenstehend nur kurz gestreift und in einer sehr vereinfachten Form dargestellt. Die Entwicklung von Testaufgaben und Beurteilungskriterien für die mündlichen Kompetenzen soll das wissenschaftliche Vorgehen und die verschiedenen Schritte beispielhaft illustrieren und verdeutlichen:

1. Schritt: Entwerfen von Testaufgaben und Bereitstellen von Beurteilungskriterien

2. Schritt: Qualitative Erprobung der Testaufgaben und Beurteilungskriterien in Schulklassen

3. Schritt: Durchführung von Workshops mit Lehrpersonen

4. Schritt: Auswertung der Workshops und Überarbeiten der Aufgaben und Beurteilungskriterien

5. Schritt: Bewertung und Einstufung von Schülerleistungen durch Lehrpersonen

6. Schritt: Wissenschaftliche Datenauswertung und Erstellen von Referenzleistungen

Das für lingualevel wichtigste Kriterium, dem sämtliche Beurteilungsinstrumente letztlich genügen mussten, ist das der Praktikabilität. Konkret heisst das, dass die entwickelten Instrumente in der schulischen Praxis verlässlich funktionieren
müssen.

Vgl.: Thomas Studer, Peter Lenz, Monika Mettler, Entwicklung von Instrumenten für die Evaluation von Fremdsprachenkompetenzen (Französisch/Englisch), 2004, in: Revue suisse des sciences de l’éducation, 26(3), Academic Press Fribourg.